Kapitel V: Von Priestern und fragenden Kinderaugen

Wir fuhren wieder nach Hause. Auf der Fahrt gingen mir unzählige Dinge durch den Kopf. Hatte ich die Waschmaschine eigentlich angeschaltet?
(... nicht an Jens denken.)
Und was ist mit den Kinder? Sie müssen noch zu Abend essen.
(...ein Abendessen ohne ihren Vater. Nicht daran denken! Alles wir gut. Gleich bin ich zu Hause und er wartet schon auf mich...)
Und warum wußten meine Muter und meine Kinder schon was passiert war?
Mein Mann verstarb doch noch bevor ich im Krankenhaus ankam.
Die Ärzte verständigten die Polizei und die Polizei unseren Pastor. Er stand erst bei uns vor der Tür. Ein Nachbar sagte ihm, dass wir vielleicht bei meiner Mutter wären. Sie wohnt nur eine Straße weiter.
Als der Pastor bei meiner Mutter an der Tür geklingelt hatte, fragte sie nur: “Ist er tot?” Unser Pastor hatte wohl nicht mit der Frage gerechnet. Denn seine Antwort war: “Sie wissen es noch nicht?”
Was meine Mutter betrifft kann ich nur sagen, das in dem Moment genau der Richtige bei ihr war.
Als ich wieder zu Hause ankam, war der Pastor schon wieder fort, aber mein Bruder war da. Tat gut ihn auch dazuhaben.
Mein Jüngster wollte wissen, warum ich denn nun den Papa nicht wieder mitgebracht habe und meine Große fragte nur ganz traurig: “Haben die Steine kein Glück gebracht?”

15.10.08 17:29
 


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