Kapitel IV: Von Ärzten und Türen

Der Arzt kam und nahm uns mit in ein Zimmer. Er setzte sich hin, und noch ehe ich mich irgendwo hinsetzen konnte, sage er: “Ihr Mann ist tot.”
(... ist tot, echote es in meinem Kopf)
Es folgte ein schier endloser Monolog des Arztes was passiert sei und warum sie ihn nicht mehr retten konnten. Ob ich ihn noch mal sehen könne, wollte ich wissen. Besser nicht. Ich hätte ihn nicht mehr erkannt hieß es.
Mein Stiefvater fragte: “Geht’s dir gut? Brauchst du eine Beruhigungsspritze?” “Nein”, sagte ich und ging.
Da stand ich nun auf dem Flur, ein paar Meter von meinem Mann entfernt. Nur eine Tür trennte uns.
(nur eine Tür?)
Der Arzt gab mir eine Tüte. Seine Motoradjacke und -hose. Und sein Helm. Sah gar nicht mehr aus wie ein Helm.
(“Das ist der beste Helm den man zur Zeit kaufen kann, sogar die Rennprofis tragen ihn”, hörte ich meinem Mann in diesem Moment sagen.)
Mein Stiefvater und ich gingen hinaus, auf den Parkplatz. Er rief meine Mutter an um ihr zu berichten was wir gerade vom Arzt erfahren hatten. Sie wußte es schon. Die Kinder auch.

11.9.08 16:04
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


atreja (30.9.08 19:57)
ich schau jeden tag rein - wirst du noch mehr schreiben?

lg
katja


(2.10.08 18:24)
ja, da kommt noch mehr.

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